Rückblick
Australien war vor meiner Ankunft hier, und wird auch in Zukunft immer mein Traumland sein! Das ist das Land, in welchem ich leben möchte… Natürlich hat jedes Land seine Macken, wie etwa Deutschland z.B. mit dem 2. Weltkrieg oder (meiner Meinung nach) wirtschaftliche Fehlentscheidungen, so auch Australien, z.B. mit den Aborigines… Dennoch sehe ich deutlich mehr Vorteile für mich in Australien zu leben, als in Deutschland. Ich meine damit nicht nur das Wetter (wobei es weiter südlich sowieso das gleiche wie in Deutschland ist), sondern auch die Umwelt, wie das Outback oder die Regenwälder! Die Menschen hier habe ich als unglaublich freundlich und hilfsbereit kennengelernt und ich mag diesen Multicultural-flair. Das Australien einzigartig ist, lässt sich sogar anhand von Fakten beweisen: Das größte Korallenriff der Erde, außerdem die größte (UND 2. größte) Sandinsel der Welt, die giftigesten Schlangen und Spinnen, die bunteste Flora und Fauna, weiterhin ist Australien an sich die größte Insel der Welt! Die Aborigines zählen zum ältesten Stamm der Erde! Soll ich weitermachen?!:D
Ich kann mich garnicht mehr genau erinnern, wann genau ich mich für Australien begeistern konnte (ich muss ca. 13 gewesen sein, bin mir aber nicht sicher) und was mich dazu gebracht hat, aber es muss Schicksal gewesen sein! Eines steht fest: Eines Tages werde ich zurückkehren und mir ein Leben dort aufbauen (was nach meinem jetzigen Plan in ca. 10 Jahren der Fall sein wird).
Über meine Reise:
Was bei der Planung und Vorbereitung gut war:
- Die Route. Es war eine weise Entscheidung in Darwin anzufangen und nicht (wie jeder) in Sydney
- Erst arbeiten, dann reisen. So hat man in Ruhe Zeit sich noch fehlende Informationen und Tipps von Einheimischen und anderen Backpackern geben zu lassen und muss sich später nicht mehr mit arbeiten oder der Arbeitssuche herumschlagen.
-Alleine reisen. Man hat die Chance, das zu machen, was man selbst will; man muss keine Rücksicht auf jemand anderen nehmen, außerdem wirkt sich das sehr viel besser auf die Englischkenntnisse aus und Zickenalarm, den es bestimmt nach einiger Zeit geben wird (persönliche Erfahrungsbericht von anderen Backpackern) kann man sich sparen.
- Geldkalkulation. Ich finde, ich habe mein Geld ganz gut eingeplant, wobei es am Ende doch etwas knapp war, aber das war mein vorher eingeplantes “Puffergeld”;-) Ich habe schlussendlich eben doch mehr gemacht, als ich dachte:D Aber ich bereue nichts!
- Eigener Laptop. Es gibt zwar an jeder Ecke und in jedem Hostel Computer, jedoch ist das Internet auf Dauer gesehen weitaus teuerer. Mein Internetstick von Telstra (für $80) berechnet pro Stunde lange keine $4! (Naja, außer man guckt online Filme, wie ich:p) Dieser Stick wird wie ein Pre-Paid Handy aufgeladen und berechnet pro GB anstatt pro Zeit. Außerdem kann man mit einem eigenen Laptop z.B. abends nochmal schnell online gehen, seine Bilder speichern usw. Also wenn man so um die 6 Monate oder länger bleibt, ist dieser Stick auf jeden Fall die bessere Variante!
Was bei der Planung und Vorbereitung weniger gut war:
- Rucksack. Mein Reiserucksack ist zwar ganz praktisch und auch robust, kann aber auf dauer ziemlich auf den Rücken gehen, wenn man wie ich immer so um die 20 – 25 kg mit sich herumschleppt! Bessere Lösung wäre wahrscheinlich eine Rucksack-Trolley Kombination.
- Flüge im Voraus gebucht. Somit war ich immer an Daten und Abflugsorten gefesselt – das hat mich etwas an Freiheit gekostet. (Wobei der Vorteil ist, dass das dann schonmal bezahlt ist…)
- Arbeit (in Alpha Roadhouse) von jemandem empfehlen lassen, mit der ich nicht gut auskam:D Naja, hätte ich lieber mal selber nachgeschaut oder eine vertrauenswürdigere Person gefragt; hatte mich damals sowieso gewundert…
- $500 als Anfangsgeld bis Geld auf dem australischen Konto ist –> zu wenig. Hätte ich nicht nach schon 4 Tagen in Australien einen Job gehabt, wäre das wirklich knapp geworden, denn Australien ist, was Preise angeht, mit Deutschland zu vergleichen.
- Gepäck. Ich hatte auf die letzt Minute alles gepackt – keine gute Idee! Ich hatte viel zu viel Kram dabei!! 20 kg im Hauptgepäckstück ist Höchstgrenze!
– Vorab gründlich über Taxback Firmen informieren! Ich wäre fast verarscht worden. Beispiel: Bodi Junction ist gut, bloß nicht George Street, Sydney! Die meinten, ich bekomme weniger (ca. $1000 weniger als bei Bodi) und das dann auch erst irgendwann, wenn ich das Land verlassen habe! Bei denen in Bondi hatte ich die Kohle nach 3 Wochen auf dem Konto!
- VIP statt YHA. VIP-Backpackerkarten bringen zwar auch einiges an Rabatten, aber YHA ist weitaus populärer, wobei man mit YHA z.B. in allen Hostels einen Nachlass bekommt, mit VIP überall ausgenommen YHA! Und dabei sind YHA zwar meistens etwas teuerer, aber dafür eine der ruhigsten, saubersten und konfortabelsten Hostels. Was nicht heißen soll, das andere Hostels IMMER laut und dreckig sind und durchgelegene Matrazen haben.
So das war jetzt irgendwie mehr negativ, als positiv, aber ich muss sagen, für das erste Mal, habe ich mich ganz gut geschlagen, finde ich=)
Wo hat es mir am besten gefallen?
Da brauche ich garnicht lange zu überlegen! NORTHERN TERRITORY!!! Mein absoluter Lieblingsstaat. Hier ist das “wahre” Australien. Der südliche Teil (außer Tasmanien) und die Ostküste sind sehr touristisch… Ist zwar auch wirklich schön um Spaß zu haben und so, aber wer Australien sehen will muss ins Territory! Die Rocktour und meine 5,5 Monate in Adelaide River waren auf jeden Fall meine besten Zeiten in diesem Jahr! Hier habe ich Land und Leute am besten kennenlernen können!
Was ich gerne gemacht hätte, aber nicht gemacht habe:
Ich wäre in meinen letzten 2 Wochen (anstatt 14 Tage am Stück in Cairns zu bleiben) gerne noch eine Woche nach Broom geflogen und hätte eine Roadtour nach Perth (oder umgekehrt) gemacht und dann wieder eine Woche zurück nach Cairns. Leider hat das Geld dafür nicht mehr ausgereicht, aber dann habe ich wenigstens noch etwas, was ich mir fürs nächste Mal aufheben kann=)
Habe ich auch schlechte Erfahrungen gemacht?
Ja, habe ich. Und zwar in Alpha, als ich im Roadhouse gearbeitet habe… Zwei gewisse Chefs, Glenda und Colin, haben es mir damals nicht gerade leicht gemacht, aber es war ja nur ein Monat (eigentlich noch nicht mal, weil die Überschwemmung dazwischen war, ich habe also nur ca. 3 Wochen bei denen gearbeitet) Da sie mir anfangs (nach mehrerem Nachfragen) versprochen hatten, mir meine Zeit dort für das 2. Visum anzurechnen (was eigentlich nur bei Farmarbeiten, Fruitpicking und Mining geht) hatte ich nicht gekündigt, was ich allerdings hätte machen sollen… Nachdem sie mich gefeuert hatten, konnte ich das natürlich vergessen! Da ich 3 Monate für das 2. Visum gebraucht hätte, war meine Zeit damals zu knapp, um nochmal von vorne anzufangen – ich hatte ja mit meiner Rundreise noch nicht mal angefangen… Aber das ist in Ordnung es kann ja nicht ein Jahr lang jeden Tag alles perfekt laufen! Das 2. Jahr hätte mir viel für einen eventuellen Sponsorship gebracht aber es gibt ja zum Glück noch etliche andere Möglichkeiten. Ein Visum, das ich im Visir habe ist das “Skilled Independant Visa”. Mal sehen was sich ergibt…
Englischkenntnisse:
Mein Englisch ist nach einem Jahr natürlich nicht perfekt! Am Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten, erstens mit dem australischem Dialekt und, vor allem, zweitens mit dem freien Sprechen. In der Schule haben wir meistens immer nur Aufsätze und Briefe geschrieben, jedoch kam freies Sprechen, meiner Meinung nach, zu kurz… Das hat sich aber vor allem in den ersten 2 Monten in Australien deutlich verbessert! Alltagssituationen und vor allem die Alltagssprache sind überhaupt kein Problem mehr! Allerdings fehlen mir in Fachbereichen immernoch Vokabeln, wobei ich diese aber so umschreiben könnte, dass es jeder versteht. Ich denke bis mein Englisch wirklich perfekt und fleißend ist, müsste ich einige Jahre hier leben… Aber das kommt ja noch;-) Einen australischen “Slang” habe ich, denke ich, nicht. Lediglich australische “Wörter” haben sich in mein Vokabular geschlichen:D Richtige autralische Bauern finde ich nach wie vor manchmal schwer zu verstehen, aber das ist wie mit den deutschen Bauern: Wenn die rischtisch platt babbeln versteh isch kaan Wort:D
Um das Jahr so gut wie möglich in Erinnerung zu behalten habe ich die 342 Tag in Australien in 4:37 min zusammengefasst:p Es wird schwer sein, Abschied zu nehmen….
EIN GRUND FÜR DIESE HOMEPAGE WAR, DASS MIR NICHT 150 VERSCHIEDENE LEUTE DIE SELBEN FRAGEN STELLEN, WENN ICH ZURÜCK BIN!









































































































































































































































































































































































































